MNSTR.TV-Spezial: Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017

Zur Landtagswahl 2017 in NRW haben wir Münsteraner KandidatInnen zum Einzelgespräch ins Bürgerhaus Bennohaus geladen.
Alle Hintergründe zur Teilnahme an der Wahl erklärt die Stadt Münster auf ihrer Homepage. Am 14.05.17 wird gewählt.
Einen Zusammenschnitt aller Gespräche gibt es bei nrwision zu sehen.
 

Thomas Marquardt, SPD

Webauftritt | thomas.marquardt@landtag.nrw.de


Die Inhalte
Link zum Wahlprogramm

Zuwanderung: Die kommunalen Behörden und die Zivilgesellschaft haben bislang sehr gute Arbeit für Geflüchtete geleistet, nun muss als nächster Schritt die Integration folgen.
Bildung: Gymnasien soll freigestellt sein, ob sie G8 und/oder G9 anbieten. Die Inklusion ist als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu sehen und hat erst begonnen.
Medien: Private Medien können mitunter die Wahrnehmung der Presselandschaft gefährden. Bürgermedien bieten einen anderen und wertvollen Blickwinkel auf lokale Themen und Inhalte.
Wirtschaft: Der Schutz und die Rechte von ArbeitnehmerInnen müssen weiter gestärkt werden. Die Einführung des Mindestlohns ist ein Erfolg, eventuelle Erhöhungen sind nicht auszuschließen.

Das Gespräch


Dr. Stefan Nacke, CDU

Webauftritt | nacke03@web.de


Die Inhalte
Link zum Wahlprogramm

Zuwanderung: Die CDU in NRW ist gegen eine Obergrenze bei der Aufnahme von Geflüchteten. Deutschland ist wirtschaftlich auf den Zuzug qualifizierter ausländischer Arbeitnehmer angewiesen.
Bildung: Die Einführung von G8 war ein Fehler. Die Inklusionspolitik der Landesregierung hat an den Regelschulen nicht richtig funktioniert und führt zur Schließung von Förderschulen.
Medien: In Zeiten der Digitalisierung und von Social Media ist neutrale Berichterstattung v.a. seitens der öffentlich-rechtlichen Medien besonders wichtig. Bürgermedien sind nah an lokalen Themen dran und können ihren Teil beitragen.
Wirtschaft: NRW ist bundesweites Schlusslicht, was Wirtschaftswachstum betrifft. Die CDU will Hemmnisse für Unternehmen abbauen und so besser sozialen Aufstieg ermöglichen.

Das Gespräch


Christoph Kattentidt, Bündnis 90/Die Grünen

Webauftritt | kattentidt@gruene-muenster.de


Die Inhalte
Link zum Wahlprogramm

Zuwanderung: Bei der Aufnahme von Geflüchteten wurde sehr gute Arbeit geleistet, jetzt muss als nächster Schritt die Integration folgen. Die Rückführung von Menschen in unsichere Gebiete wie Afghanistan muss unbedingt vermieden werden.
Bildung: G8 war ein Fehler, da Schüler/innen die Zeit bekommen müssen, sich auszuprobieren. Die Inklusion ist ein langer Prozess, in dem NRW auf einem guten Weg ist.
Medien: Pressefreiheit durch staatliche Nichteinmischung. Die Rolle der öffentlich-rechtlichen Medien soll gestärkt werden. Bürgermedien ergänzen das Angebot gut, indem sie Themen besetzen, die kein Mainstream sein müssen.
Wirtschaft: Das Thema Nachhaltigkeit ist besonders wichtig. Der Verkehr muss mehr auf die Schiene verlagert werden, da der Ausbau mit Straßen nicht zu weniger Verkehrsaufkommen führt.

Das Gespräch


Sandra Wübken, FDP

Webauftritt | wuebken@fdp-ms.de


Die Inhalte
Link zum Wahlprogramm

Zuwanderung: Es bedarf eines Einwanderungsgesetzes, das klar zwischen Zuwanderern und Geflüchteten unterscheidet. Die Wirtschaft benötigt Zuwanderung, Flüchtlingen muss geolfen werden, solang der jeweilige Fluchtgrund Bestand hat.
Bildung: Schulen sollen eigene Profile entwickeln können, einschließlich einer Entscheidung zwischen G8 und G9. Die Inklusion ist ohne wirkliches Konzept durchgesetzt, die Wahlfreiheit der Eltern durch die Schließung von Förderschulen untergraben worden.
Medien: Journalistische Arbeit soll als gemeinnützig eingestuft werden können. Politiker sollen nicht weiter in Aufsichtsräten öffentlich-rechtlicher Medien sitzen. Bürgermedien sind eine wertvolle Ergänzung.
Wirtschaft: Es soll mehr Anreize für Arbeitslose geben, in den Arbeitsmarkt zurückzukehren. Das Arbeitszeitgesetz soll gelockert werden.

Das Gespräch


Benjamin Körner, Die Linke

Webauftritt | benjamin.koerner.nrw@web.de


Die Inhalte
Link zum Wahlprogramm

Zuwanderung: Bei der Aufnahme von Flüchtlingen sind den Bundesländern und Kommunen nicht ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt worden. Fluchtursachen müssen bekämpft werden.
Bildung: Die komplette Bildungsbiographie muss kostenfrei sein. Die Linke möchte echte Gemeinschaftsschulen, bei dem Schülert/innen so lang wie möglich zusammen lernen können.
Medien: Der Staat darf nicht über Rundfunkräte Einfluss auf die Inhalte öffentlich-rechtlicher Medien nehmen. Unabhängige und alternative Medien sowie Bürgermedien müssen gefördert werden.
Wirtschaft: Das Wirtschaftssystem als solches ist sozial hochgradig ungerecht und muss ersetzt werden. Es soll eine ökologische Verkehrswende mit kostenloser Nutzung des ÖPNV geben.

Das Gespräch


Helmut Seifen, AfD

Webauftritt | helmut.seifen@t-online.de

  • 63 Jahre alt
  • Kreissprecher der AfD im Kreis Borken
  • Tritt an im Landtagswahlkreis Borken II


Die Inhalte
Link zum Wahlprogramm

Zuwanderung: Wir müssen soweit Integrationsarbeit leisten, wie es möglich ist. Einzelne, vornehmlich muslimische Bevölkerungsgruppen verweigern sich aber dieser Integration, wodurch Parallelgesellschaften entstehen.
Bildung: Die Landesregierung hat Bildungsabbau betrieben. Bildung muss passgenau für die Schüler sein, Real- und Hauptschulen sowie Förderschulen müssen wieder stärker gefördert werden.
Medien: Momentan gibt es keine Pressefreiheit, da die Medien zu starken politischen Einflüssen unterliegen. Die Reichweite von Bürgermedien soll erhöht werden.
Wirtschaft: Der Mittelstand muss gestärkt werden, leidet aber momentan unter bürokratischen Hemmnissen und Nachwuchsmangel. Das Wachstum größerer Unternehmen darf nicht auf Kosten des Mittelstands geschehen.

Das Gespräch